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Methode / Werkzeug

PPAP

Production Part Approval Process

Definition

Standardisiertes Verfahren der Automobilindustrie zur Freigabe von Produktionsteilen vor Serienbeginn. Umfasst 18 mögliche Elemente, darunter Design-Dokumentation, Prüfergebnisse, Prozessfähigkeitsstudien, MSA, Control Plan und Musterstücke. Pflicht für alle direkten und indirekten Lieferanten im IATF-16949-Umfeld.

In der Praxis

PPAP ist der Moment, in dem aus Planung Nachweis wird: Der Lieferant muss belegen, dass er das Teil aus dem Serienprozess — mit Serienwerkzeugen, -takt und -personal — beherrscht. Genau daran scheitern viele Erstmuster: Die Dokumente sind vollständig, aber die Prüfteile stammen aus dem Vorserienprozess, oder die Prozessfähigkeitsstudie basiert auf einer zu kleinen Stichprobe. IATF 16949 fordert den Produktfreigabeprozess explizit (Kapitel 8.3.4.4); die OEMs konkretisieren Umfang und Vorlagestufe über ihre kundenspezifischen Anforderungen — am häufigsten gefordert ist Level 3 mit vollständiger Dokumentation. Wer im deutschen Umfeld liefert, sollte zudem das PPF-Verfahren (Produktionsprozess- und Produktfreigabe) nach VDA Band 2 kennen, das inhaltlich ähnlich aufgebaut ist.

Häufige Fragen zu PPAP

Was gehört alles zum PPAP?

Das AIAG-Referenzwerk definiert 18 mögliche Nachweiselemente — darunter Entwicklungsaufzeichnungen, FMEA, Prozessablaufdiagramm, Produktionslenkungsplan, Messsystemanalyse, Prozessfähigkeitsstudien, Maß-, Material- und Leistungsprüfungen sowie Muster und das Freigabeformular (Part Submission Warrant). Welche Elemente tatsächlich vorzulegen sind, legt der Kunde über die Vorlagestufe fest.

Was ist der Unterschied zwischen PPAP und PPF nach VDA 2?

PPAP ist das Freigabeverfahren der AIAG und damit der US-amerikanischen OEMs; das PPF-Verfahren (Produktionsprozess- und Produktfreigabe) nach VDA Band 2 ist das deutsche Pendant. Inhaltlich sind beide ähnlich — sie unterscheiden sich in Formblättern, Bewertungslogik und Details der Nachweisführung. Welches Verfahren gilt, legt der Kunde fest; in internationalen Programmen müssen Lieferanten häufig beide beherrschen.

Welche PPAP-Vorlagestufen gibt es?

Das AIAG-Verfahren kennt fünf Submission Level: Level 1 verlangt nur das Freigabeformular, Level 3 — in der Praxis die am häufigsten geforderte Stufe — das Formular plus Muster und vollständige Dokumentation beim Kunden, Level 5 das Formular mit vollständigen Daten, die beim Lieferanten zur Einsicht bereitgehalten werden. Die Stufen 2 und 4 liegen dazwischen; welche Stufe gilt, legt der Kunde fest.

PPAP in der Anwendung? Norminator hilft.

Das Glossar erklärt den Begriff. Norminator liefert die Umsetzung — von der Anforderung bis zum fertigen Dokument.

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