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Methode / Werkzeug

Layered Process Audit

LPA

Definition

Systematisches, mehrschichtiges Prozessaudit, bei dem verschiedene Hierarchieebenen (Vorarbeiter, Meister, Management) in definierten Intervallen prüfen, ob Prozesse den Control-Plan-Vorgaben entsprechen. AIAG CQI-8 liefert den Leitfaden. Fokus auf Standardarbeits-Einhaltung.

In der Praxis

Layered Process Audits sind weniger Audit als Führungsroutine: Wenn der Meister täglich, der Bereichsleiter wöchentlich und das Management monatlich an dieselbe Linie gehen und dieselben Standardfragen stellen, entsteht ein Frühwarnsystem für Abweichungen von der Standardarbeit. Der Nutzen liegt in der Frequenz und der Vorbildwirkung — Mitarbeiter erleben, dass die Einhaltung von Arbeitsanweisungen und Control-Plan-Vorgaben der Führung tatsächlich wichtig ist. In der Praxis scheitern LPAs an zwei Punkten: Die Checklisten werden nie aktualisiert, und Feststellungen versickern, statt in einen verfolgten Maßnahmenplan zu laufen. Als Leitfaden hat sich AIAG CQI-8 etabliert; einige OEMs fordern LPAs kundenspezifisch.

Häufige Fragen zu Layered Process Audit

Was ist der Unterschied zwischen LPA und einem Prozessaudit nach VDA 6.3?

Das VDA-6.3-Prozessaudit ist die Tiefenprüfung durch einen qualifizierten Auditor — umfangreich, mit Bewertungssystematik, typischerweise in größeren Abständen. Das LPA ist das Gegenstück: kurze, standardisierte Prüfungen am Arbeitsplatz, dafür häufig und von mehreren Hierarchieebenen durchgeführt. Beide ergänzen sich: Das LPA sichert die tägliche Einhaltung der Standards ab, das Prozessaudit hinterfragt regelmäßig, ob die Standards selbst noch tragfähig sind. Methodische Grundlagen liefern AIAG CQI-8 und der VDA Band 6.3.

Ist das Layered Process Audit Pflicht?

Normativ ist das LPA keine eigenständige Anforderung — faktisch verbindlich wird es über kundenspezifische Anforderungen: General Motors etwa verlangt in seinen CSR zu IATF 16949 (Kapitel 9.2.2.3) ausdrücklich, dass Layered Process Audits in das interne Auditprogramm integriert werden und verschiedene Ebenen bis zum Top-Management einbeziehen. Wer solche Kunden beliefert, muss ein funktionierendes LPA-System nachweisen können.

Wer führt Layered Process Audits durch?

Genau das ist das Prinzip: nicht der Qualitätsmanager allein, sondern mehrere Führungsebenen — vom Vorarbeiter über den Meister bis zum Bereichs- und Werksleiter, jede Ebene mit eigener Frequenz und Checkliste. Die oberste Leitung auditiert dabei selten, aber sichtbar; die unteren Ebenen täglich oder schichtweise. Die Fragen fokussieren die Einhaltung von Standardarbeit und Control-Plan-Vorgaben direkt am Prozess. Als Leitfaden dient AIAG CQI-8.

Layered Process Audit in der Anwendung? Norminator hilft.

Das Glossar erklärt den Begriff. Norminator liefert die Umsetzung — von der Anforderung bis zum fertigen Dokument.

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