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Methode / Werkzeug

VDA 6.3

Definition

Standard für Prozessaudits in der Automobilindustrie. Prüft in den Elementen P2–P7 die Prozessqualität von Zulieferern und internen Abteilungen. Fokus auf Risikoanalyse, Prozessführung, Mitarbeiterqualifikation und Lieferantenmanagement. Häufig von OEMs als Zulassungsvoraussetzung gefordert.

In der Praxis

Ein VDA-6.3-Audit läuft anders als ein Systemaudit: Der Auditor geht den Produktentstehungsprozess entlang — von der Projektleitung (P2) über Entwicklung (P3, P4) bis zur Serienfertigung (P6) — und bewertet jedes Element anhand konkreter Fragen. Die Einstufung erfolgt prozentual: ab 90 Prozent gilt der Prozess als A (qualifiziert), ab 80 Prozent als B (bedingt qualifiziert), darunter als C (nicht qualifiziert) — mit der Konsequenz, dass viele OEMs bei B Nachaudits ansetzen und bei C die Neubeauftragung sperren. In der Praxis scheitern Audits selten an fehlenden Dokumenten, sondern an der Verzahnung: FMEA, Produktionslenkungsplan und Reklamationsbearbeitung müssen konsistent zusammenpassen.

Häufige Fragen zu VDA 6.3

Was prüft ein VDA-6.3-Audit?

Das Prozessaudit prüft entlang der Elemente P2 bis P7 die Prozessqualität: Projektmanagement, Produkt- und Prozessentwicklung, Lieferantenmanagement, Serienfertigung und Kundenbetreuung. Jedes Element enthält konkrete Anforderungsfragen, die einzeln bewertet werden und in eine prozentuale Gesamterfüllung mit Einstufung A, B oder C münden. Grundlage ist der VDA Band 6.3.

Wie wird bei VDA 6.3 bewertet?

Jede Frage wird nach Erfüllungsgrad bewertet und daraus der prozentuale Erfüllungsgrad je Element und insgesamt berechnet. Die Einstufung erfolgt in drei Klassen: A für 90 bis 100 Prozent (qualifiziert), B für 80 bis unter 90 Prozent (bedingt qualifiziert) und C für unter 80 Prozent (nicht qualifiziert). Zusätzliche Abwertungsregeln können das Ergebnis verschlechtern, etwa bei kritischen Einzelfragen — die Bewertungslogik definiert der VDA Band 6.3.

Wer fordert ein VDA-6.3-Audit?

Gefordert wird es vor allem von deutschen Automobilherstellern und deren Systemlieferanten — viele OEMs machen eine bestimmte Einstufung zur Voraussetzung für Neubeauftragungen. Durchgeführt wird es von qualifizierten Prozessauditoren, häufig mit VDA-6.3-Auditorqualifikation; die Zertifizierung nach IATF 16949 ersetzt das Prozessaudit nicht.

VDA 6.3 in der Anwendung? Norminator hilft.

Das Glossar erklärt den Begriff. Norminator liefert die Umsetzung — von der Anforderung bis zum fertigen Dokument.

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