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Methode / Werkzeug

EMPB

Erstmusterprüfbericht

Definition

Deutsche Entsprechung zum PPAP, häufig verwendet von VW und anderen europäischen OEMs. Dokumentiert die Prüfergebnisse von Erstmustern und bestätigt, dass alle Kundenanforderungen erfüllt sind. Umfasst Prüfmittelfähigkeit, Prozessfähigkeit und Materialnachweise.

In der Praxis

Der Erstmusterprüfbericht ist der Moment der Wahrheit in der Anlaufphase: Erst wenn Maße, Werkstoffe, Funktion und die zugehörigen Prozessnachweise vollständig belegt sind, darf die Serie beliefert werden. In der Praxis scheitern EMPB selten an der Messung selbst, sondern an der Vollständigkeit: fehlende Prüfmittelfähigkeitsnachweise, veraltete Zeichnungsstände oder Prozessfähigkeitsnachweise, die nicht zum Serienprozess passen. Wer im Umfeld deutscher OEMs liefert, arbeitet mit dem EMPB nach VDA Band 2 (PPF-Verfahren); international geprägte Kunden fordern dasselbe Paket als PPAP. Wer beide Welten bedient, hält die Nachweise daher am besten so aufbereitet, dass sie in beide Berichtsformen passen.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen zu EMPB

Was ist der Unterschied zwischen EMPB und PPAP?

Inhaltlich verfolgen beide dasselbe Ziel: den objektiven Nachweis, dass Produkt und Produktionsprozess alle Kundenanforderungen erfüllen. Der EMPB ist die im deutschen Raum nach VDA Band 2 etablierte Form (PPF-Verfahren), PPAP das international verbreitete Verfahren der AIAG. Welche Form gilt, legt der Kunde fest — viele Konzerne akzeptieren die jeweils andere, solange alle geforderten Nachweise enthalten sind.

Was gehört alles in einen Erstmusterprüfbericht?

Neben dem Deckblatt mit Bauteil- und Vorlageinformationen typischerweise: Maß-, Werkstoff- und Funktionsnachweise am Erstmuster, der Nachweis der Prüfmittelfähigkeit (MSA), Prozessfähigkeitsnachweise für besondere Merkmale, Produktionslenkungsplan, Prozess-FMEA und je nach Kunde weitere Anlagen wie Verpackungsfreigabe oder Oberflächennachweise. Das Formularwerk nach VDA Band 2 sieht dafür eine strukturierte Anlagenliste vor.

Wann muss ein EMPB vorgelegt werden?

Grundsätzlich vor dem ersten Serienversand eines Neuteils — aber auch bei Änderungen: Nach Produkt- oder Prozessänderungen, bei Produktionsverlagerungen, neuen Werkzeugen oder nach längeren Lieferunterbrechungen wird eine zumindest teilweise Nachmusterung fällig. Welcher Anlass welchen Vorlageumfang auslöst, definiert der Kunde; im VDA-Umfeld regelt das die Anlass- und Vorlagestufenlogik des PPF-Verfahrens nach VDA Band 2.

EMPB in der Anwendung? Norminator hilft.

Das Glossar erklärt den Begriff. Norminator liefert die Umsetzung — von der Anforderung bis zum fertigen Dokument.

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